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13.8.2026
4 Min. Lesezeit

Was sind die Kosten für eine einfache App?

Die Kosten für eine einfache App liegen häufig zwischen 5.000 und 20.000 Euro, wenn ein Dienstleister Konzeption, Design, Entwicklung, Tests und Veröffentlichung übernimmt. Eine sehr schlanke No-Code-App kann günstiger sein. Benutzerkonten, Push-Nachrichten, Bezahlsysteme oder individuelle Schnittstellen erhöhen den Aufwand schnell.

Maximilian Bengs
Maximilian Bengs

Geschäftsführer

3D-Illustration eines Mannes im orangenen Pullover, der Funktionen wie Anmeldung, Formular, Datenbank und Push-Nachrichten für eine einfache App auswählt, mit Smartphone-Mockup, zusätzlichen Funktionskarten und schwarzer SUITED.-Tasse.

Die Kosten für eine einfache App liegen häufig zwischen 5.000 und 20.000 Euro, wenn ein Dienstleister Konzeption, Design, Entwicklung, Tests und Veröffentlichung übernimmt. Eine sehr schlanke No-Code-App kann günstiger sein. Benutzerkonten, Push-Nachrichten, Bezahlsysteme oder individuelle Schnittstellen erhöhen den Aufwand schnell.

Diese Preisspanne ist eine Kalkulationshilfe und keine allgemeingültige Marktstatistik. Entscheidend ist, was mit „einfach“ gemeint ist. Eine App mit fünf statischen Informationsseiten verursacht deutlich weniger Arbeit als eine Termin-App mit Login, Datenbank und automatischen Benachrichtigungen.

Was gilt als einfache App?

Eine einfache App erfüllt einen klar abgegrenzten Zweck und benötigt nur wenige technische Funktionen. Typische Beispiele sind ein digitaler Produktkatalog, ein interner Informationsbereich, eine einfache Buchungsanfrage oder eine App für Veranstaltungen.

Zu einem überschaubaren Funktionsumfang können gehören:

  • fünf bis zehn Ansichten
  • Texte, Bilder und Kontaktdaten
  • ein Kontakt- oder Anfrageformular
  • eine einfache Benutzeranmeldung
  • eine kleine Datenbank
  • Push-Nachrichten
  • Veröffentlichung für iOS und Android

Sobald mehrere Nutzerrollen, individuelle Zahlungssysteme, Live-Standorte, Chats oder komplexe Schnittstellen hinzukommen, handelt es sich meist nicht mehr um eine einfache App.

Der Gesamtpreis besteht nicht nur aus der eigentlichen Programmierung. Vor der Entwicklung müssen Anforderungen geklärt, Abläufe geplant und die einzelnen Ansichten gestaltet werden. Danach folgen technische Umsetzung, Tests und die Vorbereitung für Apple App Store und Google Play.

Eine mögliche Kalkulation sieht so aus:

LeistungMöglicher Kostenrahmen
Konzeption und Funktionsplanung500–2.000 Euro
UX- und Oberflächendesign1.000–4.000 Euro
Technische Umsetzung3.000–12.000 Euro
Tests und Fehlerkorrekturen500–2.500 Euro
Store-Vorbereitung und Veröffentlichung300–1.500 Euro
Gesamtrahmen5.000–20.000 Euro

Die Bereiche überschneiden sich je nach Anbieter. Manche Dienstleister bieten einen Festpreis an, andere rechnen nach Arbeitsstunden oder Projektphasen ab.

Ist eine No-Code-App günstiger?

Eine No-Code-App kann günstiger sein, wenn die benötigten Funktionen bereits von einer Plattform wie FlutterFlow oder Bubble unterstützt werden. Oberflächen, Datenbanken und Abläufe werden dabei über visuelle Editoren aufgebaut, statt jede technische Grundlage neu zu programmieren.

Die Softwarekosten sind allerdings nur ein Teil des Budgets. FlutterFlow verlangt für einen Tarif mit Code- und APK-Download derzeit 39 US-Dollar pro Monat bei monatlicher Abrechnung. Bubble bietet einen veröffentlichungsfähigen Web-und-Mobile-Tarif ab 59 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Abrechnung an. Höhere Tarife werden erforderlich, wenn mehr Leistung, Zusammenarbeit oder zusätzliche Entwicklungsfunktionen benötigt werden.

Auch eine No-Code-App muss geplant, gestaltet, getestet und eingerichtet werden. Individuelle Logik oder externe Schnittstellen können den Aufwand stark erhöhen. No-Code ist deshalb vor allem bei klar begrenzten Anwendungen günstiger, nicht automatisch bei jedem Projekt.

Was kostet eine selbst erstellte App?

Wer die App selbst baut, spart die Arbeitskosten eines Entwicklers. Ganz kostenlos ist das Projekt trotzdem nicht.

Neben einer möglichen No-Code-Lizenz können Kosten für Datenbanken, Domains, APIs, E-Mail-Dienste, Kartenfunktionen oder Push-Nachrichten entstehen. Hinzu kommen die Gebühren für Entwicklerkonten.

Das Apple Developer Program kostet 99 US-Dollar pro Mitgliedschaftsjahr. Für ein Entwicklerkonto bei Google Play fällt einmalig eine Registrierungsgebühr von 25 US-Dollar an. Google verlangt bei neuen privaten Entwicklerkonten außerdem bestimmte Test- und Verifizierungsschritte vor der Veröffentlichung.

Der größte Aufwand liegt bei einer selbst erstellten App oft in der eigenen Arbeitszeit. Ohne Erfahrung können Datenstruktur, Benutzerrechte und Veröffentlichung deutlich länger dauern als erwartet.

Welche Funktionen machen eine App teurer?

Der Preis steigt, wenn die App Daten verarbeiten oder mit anderen Systemen kommunizieren muss.

Besonders kostenrelevant sind:

  • individuelle Nutzerkonten und Berechtigungen
  • Zahlungen und Abonnements
  • Schnittstellen zu CRM-, Shop- oder Buchungssystemen
  • Chat- und Community-Funktionen
  • Karten, Navigation und Standortdaten
  • umfangreiche Offline-Nutzung
  • besondere Sicherheitsanforderungen
  • getrennte Verwaltungsbereiche für Mitarbeiter

Auch individuelle Animationen und ein vollständig maßgeschneidertes Design benötigen zusätzliche Entwicklungs- und Testzeit.

Nach dem Start entstehen laufende Kosten. Eine App muss technisch gepflegt werden, weil sich Betriebssysteme, Schnittstellen und Store-Anforderungen verändern.

Zum laufenden Budget können gehören:

  • Hosting und Datenbank
  • Plattformlizenzen
  • Fehlerbehebung
  • Sicherheitsupdates
  • Anpassungen an neue iOS- und Android-Versionen
  • technische Betreuung
  • Weiterentwicklung neuer Funktionen

Für eine kleine App sollte deshalb bereits vor Projektbeginn ein jährliches Wartungsbudget eingeplant werden. Die Höhe richtet sich nach Technik, Nutzungsumfang und Änderungsbedarf. Eine statische Informations-App benötigt weniger Betreuung als eine Anwendung mit Nutzerkonten und externen Schnittstellen.

Das ist möglich, wenn der Funktionsumfang sehr klein bleibt. Eine einfache Progressive Web App, ein Prototyp oder eine selbst erstellte No-Code-Anwendung kann unterhalb dieser Grenze liegen.

Für eine individuell gestaltete und professionell veröffentlichte App wird ein Budget unter 5.000 Euro schnell knapp. Planung, Datenschutz, Tests und Store-Vorbereitung lassen sich nicht beliebig reduzieren, ohne dass Qualität oder Zuverlässigkeit leiden.

Sehr günstige Pauschalangebote sollten deshalb genau geprüft werden. Wichtig ist, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind und wer nach der Veröffentlichung für Fehler und Aktualisierungen verantwortlich bleibt.

Fazit: Welche Kosten sind für eine einfache App realistisch?

Für eine einfache, professionell entwickelte App ist ein Budget von 5.000 bis 20.000 Euro eine brauchbare erste Orientierung. No-Code kann die Kosten senken, wenn Funktionen und technische Anforderungen überschaubar bleiben.

Vor einem Angebot sollte der Funktionsumfang schriftlich feststehen. Benötigte Ansichten, Nutzerrollen, Schnittstellen und Store-Plattformen beeinflussen den Preis stärker als die reine Anzahl der Seiten.

Lassen Sie Ihre App-Idee technisch prüfen und in einen klaren Funktionsplan übersetzen. Erst danach lässt sich zuverlässig einschätzen, welche Entwicklungsmethode und welches Budget zum Projekt passen.

Über den Autor

Maximilian Bengs
Maximilian Bengs

Geschäftsführer

Als Geschäftsführer bei Suited Technologies entwickelt Maximilian Bengs Digitalisierungsstrategien für KMUs.

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