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20.3.2026
3 Min. Lesezeit

Eine App im App Store veröffentlichen

Wenn Unternehmen über eine neue App sprechen, kommt eine Frage fast immer früh im Gespräch auf: Was kostet es eigentlich, eine App im App Store oder bei Google Play zu veröffentlichen? Viele haben bereits eine grobe Vorstellung von den Entwicklungskosten. Die Gebühren rund um die Veröffentlichung sind dagegen oft weniger bekannt. Häufig wird angenommen, dass lediglich eine kleine Store-Gebühr anfällt.

Eine App im App Store veröffentlichen

Wenn Unternehmen über eine neue App sprechen, kommt eine Frage fast immer früh im Gespräch auf: Was kostet es eigentlich, eine App im App Store oder bei Google Play zu veröffentlichen?

Viele haben bereits eine grobe Vorstellung von den Entwicklungskosten. Die Gebühren rund um die Veröffentlichung sind dagegen oft weniger bekannt. Häufig wird angenommen, dass lediglich eine kleine Store-Gebühr anfällt.

Tatsächlich besteht der Veröffentlichungsprozess aus mehreren Schritten. Die Gebühren der Stores sind dabei nur ein Teil des Aufwands.

Im Folgenden zeigen wir, welche Kosten Apple und Google verlangen und welche Aufgaben rund um eine Veröffentlichung zusätzlich entstehen.

Warum Apple und Google Gebühren verlangen

Sowohl Apple als auch Google betreiben eigene Plattformen für mobile Apps. Damit Apps dort erscheinen dürfen, müssen Entwickler sich registrieren.

Diese Registrierung erfüllt mehrere Zwecke:

  • Apps werden vor der Veröffentlichung überprüft
  • Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien werden eingehalten
  • Missbrauch durch anonyme Entwickler wird erschwert

Zwischen den beiden Plattformen gibt es jedoch deutliche Unterschiede.

Google verlangt eine einmalige Gebühr, während Apple eine jährliche Entwicklergebühr erhebt. Zusätzlich unterscheidet sich der Prüfprozess der Apps.

Die zwei Store-Welten und ihre Kostenlogik

Apple App Store (iOS)

Developer Account: 99 USD / Jahr

  • strenge, manuelle Prüfung
  • klare Richtlinien
  • Design- und Datenschutzanforderungen

Google Play Store (Android)

Developer Account: einmalig 25 USD

  • eher automatisierte Prüfung
  • weniger strenge UX-Vorgaben
  • schneller Upload-Prozess

Darunter:

„Apple kostet jährlich – Google kostet einmalig. Der eigentliche Aufwand entsteht vor und nach der Veröffentlichung.“

Was Apple verlangt – und warum der Prozess aufwendiger ist

Für eine Veröffentlichung im App Store ist ein Apple Developer Account erforderlich. Die Gebühr beträgt 99 USD pro Jahr und gilt sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen.

Apple prüft jede App und jedes Update manuell. Dabei werden unter anderem folgende Punkte kontrolliert:

  • Funktion der App
  • Einhaltung der Design-Guidelines
  • Datenschutzanforderungen
  • Formulierungen im Store-Eintrag

Gerade bei neuen Apps kommt es häufig vor, dass eine erste Version nicht sofort freigegeben wird. Entwickler müssen dann Anpassungen vornehmen und die App erneut einreichen. Dieser Abstimmungsprozess verursacht einen großen Teil des Arbeitsaufwands.

Für Google Play wird ein Google Play Developer Account benötigt. Dieser kostet einmalig 25 USD.

Nach der Registrierung können beliebig viele Apps veröffentlicht werden.

Der Upload-Prozess ist in der Regel schneller als bei Apple. Viele Apps werden innerhalb weniger Stunden freigegeben. Ablehnungen kommen seltener vor, allerdings prüft Google bestimmte Kategorien inzwischen genauer, zum Beispiel:

  • Apps mit Standortdaten
  • Kinder-Apps
  • Anwendungen mit Gesundheitsdaten

Auch wenn der Upload einfacher wirkt, bleibt der technische Aufwand für Wartung und Updates unabhängig vom Store bestehen.

In Projekten zeigt sich immer wieder, dass Unternehmen die Store-Gebühren überschätzen und den tatsächlichen Aufwand unterschätzen.

Vor einer Veröffentlichung müssen beispielsweise folgende Aufgaben erledigt werden:

  • Store-Screenshots erstellen
  • Beschreibungen und Keywords einpflegen
  • Datenschutzrichtlinien erstellen
  • Metadaten pflegen
  • Inhalte aktualisieren
  • neue Betriebssystemversionen berücksichtigen
  • technische Updates einreichen
  • Fehler während der Review-Phase beheben

Der Aufwand hängt deshalb stärker von der App selbst ab als von der jeweiligen Store-Gebühr.

Viele Unternehmen unterschätzen weniger die Gebühren als die Situationen, in denen Veröffentlichungen regelmäßig notwendig werden.

Die 5 Situationen, in denen App-Store-Kosten besonders relevant werden

Apps mit häufigen Updates, zum Beispiel Shops oder Plattformen.

Apps mit externen Schnittstellen, deren Anbieter Änderungen einführen.

Apps, die an neue iOS- oder Android-Versionen angepasst werden müssen.

Apps mit mehrsprachigen Store-Einträgen.

Apps, die geschäftskritisch sind und eine hohe Verfügbarkeit benötigen.

In diesen Fällen entsteht der Aufwand vor allem durch Pflege und Updates.

Veröffentlichung kostet wenig – Qualität kostet Zeit

Die offiziellen Gebühren von Apple und Google sind überschaubar. Der größere Aufwand entsteht an anderer Stelle:

Die Veröffentlichung selbst ist daher kein finanzielles Hindernis. Sie ist vor allem ein strukturierter Qualitätsprozess.